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Vassillios

Vassillios, Mast
Ziemlich lange waren die Schönheiten von Vis dem breiten Kreis von Leuten unzugänglich, was womöglich auch der Beweis für die Bedeutung der Insel die Geschichte hindurch ist. Hier fanden große Seeschlachten statt, es handelte sich um einen wichtigen Handelshafen, so ist es nicht verwunderlich, dass in der Untersee von Vis viele Wracks liegen. Außer den unterschiedlichsten Arten der versunkenen Schiffe befinden sich die Wracks in verschiedenen Tiefen, was von Vorteil auch für die weniger erfahrenen Taucher ist, um die Schönheiten des Tauchens um Wracks herum zu erfahren. Im südlichen Teil der Komižer Bucht, um das Kap Stupišće herum, befindet sich in einer Tiefe von 22 bis 55 Metern das Schiff „Vassilios”. Im lange zurückliegenden Frühling des Jahres 1939, genauer am 19. März, war es mit Kohle beladen auf dem Weg nach Venedig, als das Steuer ausfiel. Es strandete und sank kurz darauf. Nun ruht dieses Ungetüm von 105 Metern im Sand auf seine linke Seite geneigt. Der Innenraum, aus dem sich die Kohle verstreut hat, klafft offen. Das Innere des Schiffes ist leicht zugänglich. An manchen Stellen ist die Verschalung abgefallen und durch die kahlen Spanten sieht man in das offene Blau. Auch der Mast steht noch. Es wird erzählt, dass die Matrosen es absichtlich versenkt hätten, damit der Schiffsbesitzer an eine hohe Versicherungssumme kommen konnte. Dies war zu jener Zeit häufig der Fall. „Vassilios” war übrigens in Besitzt eines griechischen Schiffsreeders Namens E.M. Tricoglu Andros, der es 1938 kaufte. Dimensionen: L = 104 m, B = 15,1 m, H = 8,7 m; 3.673 BRT, 2.236 NRT

Tauchbeschreibung

Der beste Ankerplatz befindet sich vor dem Leuchtturm auf dem Kap Stupišće, wo man in das Wasser steigt und sich in Richtung Schiff begibt, das sich 20 Meter vor ihm befindet. Das Schiff ist nicht schwer zu finden, bereits in einer Tiefe von 15 Metern erscheint der Schiffsbug und beim Weitertauchen erreicht man das Heck, das in der Tiefe von 55 Metern liegt. Auf dem Rückweg taucht man über die rechte Seite, wobei man den quer verlaufenden Riss am Schiffsrumpf sehen kann, der während des Strandens und Gezerres am Rumpf, infolge der Wellenkräfte entstand. Die Stelle ist ideal für eine Einführung in das technische Tauchen.

Meeresleben

„Vassilios“ ist nicht verlassen. Seine Matrosen - Mittelmeer- Fahnenbarsche, Meerjunker und Meerbarben leben über der verstreuten Ladung. Hier ist nun das Heim zahlreicher Schwämme und Fische – ein wahrer künstlicher Morast auf dem Sandboden. Der Mast ist von Goldschwämmen verziert. Oft trifft man auch den Kuckucks-Lippfisch.


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Tauchstellentiefe
22
55

Stellen

GPS: N 43 00 24 | E 16 03 56 »
naheste Ortschaft: Komiža
Entfernung: 2.5 nm

Allgemeine Charakteristiken

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