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Vrulja

Vrulja, Panorama
Die Cetina erreicht in diesem Arm das Meer als unterirdischer Fluss. Der Weg in den karstigen, geheimnisvollen Tiefen endet bei Dubac in der Bucht Vrulja. Dort treffen Mosor und Biokovo zusammen. In der Fülle der Tauchliteratur ist diese Position als eine der besten, sogar Europas gekennzeichnet. An diesem Ort stürzen die Felsen mehr als 100 Meter in die Tiefe. Hier vermischt sich das Wasser senkrecht, so dass eine Süßwassersäule entsteht, die sich aus den unterirdischen Quellen hervorhebt.

Tauchbeschreibung

Das Erreichen der Stelle ist ausschließlich mit dem Boot möglich. Geankert wird im seichten Wasser und man taucht im untiefen Bereich in Richtung der vertikalen Wand, die nach 20 Metern Tauchen beginnt. Die Wand fällt in eine Tiefe von 30 Metern bis auf den Grund, an dem sich eine große Öffnung befindet, aus der das Süßwasser der Cetina strömt. Tiefer entlang der steinigen und sandigen Schräge gelangt man zu der unteren Quelle, die in den Sommermonaten vertrocknet. Sie befindet sich in einer Tiefe von 55 Metern. Der Hang fällt weiter in Tiefen über 100 Meter. Der Zutritt in die weniger tiefe Höhle ist anspruchsvoll wegen des Aus- strömens des Süßwassers und der Vermischung mit dem Salzwasser, was zu Turbulenzen führt, weshalb man so vorsichtig wie möglich sein muss. Sicher eintreten können Sie nur, indem Sie sich am Grund entlang bewegen. Heben sie sich empor, gelangen sie in die Strömung des Süßwassers, das nach draußen strömt und sie wie in einem „Lift“ an die Oberfläche schleudern kann. Die Wassertemperatur beträgt ungefähr 18 °C. Im Winter sprudelt das Wasser noch stärker, jedoch ist da das Tauchen auch fast unmöglich.

Meeresleben

Und wie sieht das Leben in dieser Unterseemündung der Cetina aus? Im Unterschied zu trägen und breiten Mündungen, in die der Fluss Sand und Schlamm trägt, ist hier das hauptsächliche Baumaterial Stein. Jedoch veredelt, von Leben bewachsen. Die starken Strömungen mischen das Meer, wobei der ständige Druck des süßen Wassers die Entwicklung von Plankton ermöglicht und alleine damit den Beginn der Nahrungskette, die für Filtrierer charakteristisch ist. Nämlich zahlreiche Kolonien verschiedenfarbiger Schwämme, aufgeblühter Nesseltiere: Goldschwämme, Gelbe Krustenanemonen, rote Höckrige Krustenschwämme Crambe und Feuerborstenwürmer. Auf dem großen Gestein vor der Höhle erblicken wir eine starke Farberscheinung. Stark dominiert hier die seltene, rosafarbige Korallenanemone Corynactis viridis. Die alleinige Höhle ist kahl und wüst. Schwärme von Seebarschen und Meeräschen sind zu erblicken.


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Tauchstellentiefe
50

Stellen

GPS: N 43 23 57 | E 16 53 18 »
naheste Ortschaft: Brela
Entfernung: 1 nm

Allgemeine Charakteristiken

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